Der Kunstmarkt lebt – und blickt nach vorne

Art Basel 2025: Der Kunstmarkt lebt – und blickt nach vorne

Es gibt diese Momente, in denen man spürt: Der Kunstmarkt atmet. Lebendig, konzentriert, international – so war die Art Basel 2025. Über 90 Nationen kamen zusammen, nicht nur zum Sehen, sondern zum Sammeln. Und unter ihnen auffallend viele junge Käuferinnen und Käufer, die nicht nur flanieren wollten, sondern klare Entscheidungen trafen. Das Vertrauen in die Kunst als langfristigen Wert scheint ungebrochen.

Rund 280 Galerien aus 42 Ländern präsentierten über 4.000 Künstlerinnen und Künstler – die Qualität war spürbar hoch, das Angebot fokussiert. Statt spektakulärer Überinszenierungen dominierten ruhige, pointierte Präsentationen. Besonders gefragt war Blue-Chip-Kunst. Werke von Künstlern wie Picasso, Hockney oder Warhol waren nicht nur präsent, sie wurden gezielt gesucht – als stabile Säulen in einem sonst volatilen Marktumfeld.

Einmal mehr bildete die UNLIMITED, die von Giovanni Carmine kuratierte Sonderausstellung in einer eigenen Messehalle, ein zentrales Highlight. Hier zeigen Galerien raumgreifende Installationen, Werke, Skulpturen oder Videoarbeiten, die an einem normalen Messestand gar keinen Platz fänden. Die Inszenierung war eindrücklich und bewies: Zeitgenössische Kunst braucht manchmal Platz, um zu wirken – und Publikum, das bereit ist, sich einzulassen. Dabei war deutlich: Der Kunstmarkt ist kein Ort überbordender Euphorie – aber auch keiner der Krise. Vielmehr zeigt er sich reflektiert, widerstandsfähig und bereit, neue Wege zu gehen. So kündigte die Art Basel ihre Expansion nach Katar für 2026 an – ein Schritt, der neue Sammlerschichten erschliessen und den globalen Dialog vertiefen dürfte.

Für unsere Kunstabteilung – spezialisiert auf Sammlungsaufbau, -pflege und strategische Beratung – war Basel erneut eine wertvolle Gelegenheit zum Austausch mit Museumsdirektoren, Galerien, Sammlern und Künstlern, aber auch zur genauen Beobachtung der Marktbewegungen. Was wir mitnehmen: Es wird differenzierter gesammelt, sorgfältiger entschieden – aber mit ungebrochener Leidenschaft.

 

Michael Ziegert
Leiter Kunst bei Belvédère

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