Robust, aber nicht immun
Die globale Wirtschaft zeigt sich weiterhin widerstandsfähig, trotz der Konflikte. Die Konjunktur bleibt stabil, auch wenn die Unsicherheiten spürbar zunehmen. In den USA hält sich die Dynamik auf solidem Niveau. Der Arbeitsmarkt zeigt etwas Abkühlung, bleibt jedoch tragfähig. Gleichzeitig verlagert sich das Wachstum stärker in Richtung Investitionen, insbesondere in technologiegetriebene Bereiche. Der jüngste Anstieg der Energiepreise wirkt zwar inflationssteigernd, dürfte jedoch eher temporärer Natur sein und die Geldpolitik vorerst in einer abwartenden Haltung lassen.
Europa bleibt heterogen und strukturell gefordert. Die Abhängigkeit von Energieimporten erhöht die Anfälligkeit gegenüber externen Schocks. Gleichzeitig mehren sich Anzeichen einer Stabilisierung in der Industrie. Fiskalische Impulse, insbesondere in Infrastruktur und Verteidigung beginnen zunehmend Wirkung zu zeigen, bleiben jedoch regional unterschiedlich ausgeprägt.
Die Schwellenländer präsentieren sich insgesamt robuster. Vor allem Asien profitiert von der Neuausrichtung globaler Lieferketten und anhaltenden Investitionen in Technologie. Diese Entwicklungen sorgen für zusätzliche Impulse, auch wenn Energiepreise und Transporteinschränkungen punktuell belasten.
Die Schweiz bestätigt ihre Rolle als stabiler Anker. Eine solide Binnenwirtschaft und international wettbewerbsfähige Unternehmen stützen die Entwicklung. Der starke Franken bleibt dabei zugleich Stabilisator und Herausforderung für die exportorientierten Sektoren.
Insgesamt zeigt sich ein differenziertes Bild: Die Konjunktur bleibt intakt, verläuft jedoch zunehmend uneinheitlich mit klaren regionalen Unterschieden und erhöhter Sensitivität gegenüber externen Einflüssen.





