Selektion gewinnt an Bedeutung
Die Aktienmärkte zeigen sich robuster als vielfach dargestellt. Trotz zwischenzeitlicher Rückschläge blieb eine breite Marktverwerfung aus. Von einem strukturellen Einbruch kann keine Rede sein. Die jüngsten Bewegungen sind vielmehr Ausdruck von erhöhter Unsicherheit und Positionsanpassungen als von fundamentaler Schwäche. Deshalb bleiben wir für den weiteren Jahresverlauf konstruktiv positioniert.
In den USA ist das Marktumfeld weiterhin solide. Das Gewinnwachstum bleibt intakt, insbesondere in technologiegetriebenen Bereichen. Gleichzeitig sind die Bewertungen in Teilen anspruchsvoll, was die Sensitivität gegenüber kurzfristigen Enttäuschungen erhöht.
Europa präsentiert sich differenziert. Attraktivere Bewertungen stehen einer höheren Abhängigkeit von externen Faktoren, insbesondere Energiepreise, gegenüber. Die Entwicklung bleibt damit weniger stabil und stärker schwankungsanfällig.
Wir sehen weiterhin Vorteile in der Schweiz. Der Markt überzeugt durch Qualität, robuste Geschäftsmodelle und eine defensive Sektorstruktur. Im aktuellen Umfeld mit erhöhter Unsicherheit bieten Schweizer Aktien Stabilität, ergänzt durch verlässliche Dividendenerträge, die wesentlich zur Gesamtrendite beitragen.
Auch Schwellenländer gewinnen an Bedeutung. Strukturelles Wachstum, verbesserte Gewinnperspektiven und attraktivere Bewertungen sprechen für eine selektive Allokation. Zudem profitieren viele dieser Märkte von globalen Kapitalverschiebungen und einer potenziellen Abschwächung des US-Dollars.
Die Marktphase ist geprägt von zunehmender Differenzierung. Breite Marktwetten verlieren an Attraktivität, während die Bedeutung von Qualität, nachhaltigen Cashflows und Bewertung weiter zunimmt.





