Anleihen gezielt einsetzen
Das Umfeld für Anleihen hat sich stabilisiert, bleibt jedoch klar differenziert. Nach der Phase stark steigender Zinsen hat die Volatilität deutlich abgenommen, die globalen Zinsen sinken mehrheitlich, während sich die Zinskurven zuletzt steiler wurden. Damit verlangen Anleger am längeren Laufzeitenende wieder höhere Entschädigungen, was selektive Opportunitäten eröffnet. Gleichzeitig unterscheidet sich das Renditepotenzial je nach Währung und Segment deutlich.
Vor diesem Hintergrund rückt die gezielte Steuerung der Laufzeiten stärker in den Fokus. Kurzlaufende Anleihen bieten weiterhin hohe Flexibilität und eine geringere Zinsanfälligkeit, während sich am längeren Ende der Zinskurve für Investoren mit mittelfristigem Anlagehorizont wieder attraktivere Entschädigungen abzeichnen. Staatsanleihen erfüllen dabei primär eine stabilisierende Funktion im Portfolio. Fiskalische Themen, insbesondere die hohe Verschuldung in den USA, erfordern eine sorgfältige Differenzierung nach Laufzeit.
Attraktiver präsentieren sich Unternehmensanleihen. Solide Fundamentaldaten, robuste Bilanzen und tiefe Ausfallraten sprechen für Investment-Grade-Anleihen als Kern der Allokation. Selektive Engagements in höher rentierende Segmente können gezielt zur Ertragsdiversifikation beitragen.
Regional sehen wir insbesondere bei USD- und EUR-Unternehmensanleihen weiterhin interessante Renditechancen. Ergänzend zeigt sich auch Emerging Market Debt konstruktiv: Sinkende US-Zinsen, ein schwächerer US-Dollar und eine verbesserte Ertragsdynamik sprechen für eine selektive Positionierung.





